Nachdem der Entschluß für einen Golden Retriever gefallen war, nahm ich tel. Kontakt mit dem DRC auf.

Dort erfuhr ich, daß derzeit nur bei einem Wurf noch Welpen frei wären. Kurzer Hand fuhren wir nach Korschenbroich, wo uns die Hundemama gleich bei der Ankunft freundlich begrüßte. Wir fanden sie wunderschön, und damit war klar, wenn wir einen Welpen erhalten dürfen, ist er unser. Erst später sagte uns der Name des Papas etwas, war er doch der legendäre Styal Solar von Dagmar Winter. 

Ende Februar 1988 durften wir "Amberly of Arrath Yard", unsere Gina nach Hause holen.

Zur damaligen Zeit war die nächste Hundeschule für Retriever in Frankfurt-Schwanheim. Und so fuhr ich - diesmal wollten wir ja alles besser machen - jeden Samstag die ca. 80 km zum Training. Und es hatte sich gelohnt, Gina entwickelte sich zu einem ganz braven Mädchen in den nächsten Jahren, und ich zu einer mittelmäßigen Führerin.

 

Leider wurde sie, bevor ich außer dem Wesenstest weitere Prüfungen ablegen konnte, durch ein dummes Ereignis schußscheu. Trotz aller uns damals zur Verfügung stehenden Mittel (ich lieh mir sogar eine Schreckschußpistole!!), ließ sich die Kleine bei einem abgegebenen Schuß nicht beruhigen, besonders schrecklich für sie war der Dummy-Launcher. Somit war die Dummyarbeit zu Ende, bevor sie angefangen hatte. Gina hatte trotzdem viel Spaß am Apportieren – wir liessen einfach nur den Schuß weg. Und was sind schon Urkunden über bestandene Prüfungen, die Hauptsache war, sie hatte Freude am Leben. 

Trotz ihrer div. Krankheiten (mit 5 Jahren Entfernung der Mamma-Tumoren, mit 9 Jahren Pyometra, ab dem 10. Lebensjahr vermehrt Probleme mit ihrer Hüfte (mittelschwere HD), mit 11 Jahren ein tückisches Gerstenkorn, was bei Nichtentfernung zur Erblindung geführt hätte, mit 13 J. Knochenkrebs am Vorderfuß) hatte sie ein erfülltes Leben. Sie wurde 14 Jahre alt, bei der Auflistung der Krankheiten ein gesegnetes Alter. Sie war ein toller lieber Hund bis zuletzt - nur nach der OP am Vorderfuß (eine Zehe mußte amputiert werden) gab sie nach einigen Wochen auf. Sie hätte eine Tapferkeits-Medaille verdient.