Grace "Stagmountain's Arizona Girl" haben wir aus unserem A-Wurf behalten. Nein, wir hatten keine Chance, uns eine Hündin aus dem Wurf auszusuchen, denn .... sie war das einzigste Mädel !!! Es sollte also so sein, daß diese kleine Maus bei uns bleiben sollte - und wir haben es nicht einen Tag bereut.
Als Mädel unter zwei Brüdern hatte sie alle Pfoten voll zu tun, um sich ja nicht unterbuttern zu lassen. Von Anfang an übernahm sie die "Führung". Ihre kleine Schnauze war überall als erste dran. So in der Art wie: erstmal drauflos stürmen und dann sehen wir weiter.
4 Tage alt
Ganz entzückend waren ihre Heul-Versuche im Alter von 3 Wochen. 

(aufs Bild klicken, es öffnet sich ein Video auf Youtube)

typischer Grace-Blick, 4 Wochen alt

 
Ausbildungsmäßig durchliefen wir bei unserem schon liebgewonnenen Ausbilder Horst Welpen- und Junghundekurs, wobei von Anfang an die Arbeit mit dem Dummy nicht zu kurz kam.
 

Parallel dazu versuchten wir uns in der jagdlichen Arbeit. Mit knapp 2 Jahren absolvierten wir die JP/R mit Erfolg. Und da die Arbeit mit Wild der Kleinen so viel Spaß macht, hängten wir gleich das Training für die BLP dran, die wir dann im Oktober 2010 bestehen konnten.

Den für die BLP benötigten Formwert machten wir kurz vor der Prüfung – und mein kleiner Teufel bekam die Traumnote „vorzüglich“. Und den noch ausstehenden Wesenstest haben wir inzwischen auch abgelegt.

 
Am 06.06.2011 hat Grace die Zuchtzulassung vom DRC erhalten. Stagmountain's Arizona Girl ist gemäß der erlangten Prüfungsergebnisse "tauglich für die spezielle jagdliche Leistungszucht".

Inzwischen konnte Grace auch Erfahrungen auf einigen Workingtests in A + F sammeln. Auch wenn wir nicht immer beanstanden haben, ist es schön zu sehen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Und die Feinabstimmung bekommen wir auch noch hin.

Das Arbeiten mit Grace macht immer mehr Spaß, da in jeder Trainingsstunde die Kommunikation zwischen uns beiden besser klappt. Langsam aber sicher wachsen wir zu einem „harmonischen Bild“ zusammen. Und trotzdem fällt der kleinen Wilden von Zeit zu Zeit immer mal ein Schabernack ein – aber irgendwie finde ich das auch süß, versuche aber dabei, es zumindest Grace gegenüber nicht so offenkundig zu zeigen.
Ich glaube aber, dass es mir nicht immer gelingt, das „Grinsen“ von Grace belehrt mich eines Besseren.

Aufgrund ihrer jagdlichen Passion (und dem guten Zureden einer Freundin) machte ich mit ihr zusammen im Febr. 2011 meinen Jagdschein! Kaum zu glauben, dass ich mir das noch antat – aber da ich schon immer ein sehr naturverbundener Mensch war, die Arbeit mit den Hunden im jagdlichen Bereich einfach nur schön ist, war es die richtige Entscheidung.

Und so wurde das jagdliche Training um die Arbeit am Riemen ergänzt. Es wurden fleißig Schweißfährten gespritzt und getupft, um dann im Oktober 2012 für die RGP anzutreten. Der Fleiß hat sich gelohnt! Bei 5 cm Neuschnee war die Schweißarbeit Schwerstarbeit, aber Gracie kam dennoch zum Stück. Juchu, jetzt haben wir offiziell den „Meistertitel“ und stehen im JGHV-Gebrauchshundestammbuch.

 
Die Arbeit mit den Dummies werden wir aber auch weiterhin pflegen, schließlich soll Gracie ja mal in die Fuß- (oder eher Pfoten-) stapfen ihrer Mama Gremlin treten.

Bei der Planung für unseren B-Wurf (1. Wurf für Grace) sind wir auf den Rüden Summercarr Beaumont Boy, genannt Braddock gestoßen. Er kommt aus England und seine Vorfahren entstammen alten englischen Fieldtrial-Linien. Sein Vater (FTCH Birdsgreen Sweet Reward of Castlemans) ist einer der erfolgreichsten englischen Golden der letzten Jahre.

Am 09.03.2013 fiel unser B-Wurf mit 12 Welpen (6R+6H). Instinktsicher meisterte Gracie die Geburt und die anstrengende Aufzuchtzeit. Eine Hündin haben wir wieder behalten, aber das ist dann eine andere Geschichte.

Mehr dazu siehe unter Zuchtinfos Grace, B-Wurfund Gillian)